Was ist Eisenmangel?

Um zu klären, was ein Eisenmangel ist, muss man zunächst erst einmal erklären, was Eisen ist, insbesondere was dieses Spurenelement für unseren Körper bedeutet und wie wichtig Eisen für uns ist. Zunächst zu den wichtigsten Symptomen eines Eisenmangels.

Anzeichen für Eisenmangel

Fehlt uns Eisen, leiden wir also unter Eisenmangel, dann geht uns schnell die Puste aus. Wir sind oft müde, und unsere Gesichtsfarbe ist eher blass zu nennen. Es gibt eine ganze Reihe von Symptomen für Eisenmangel, dies sind aber die Wichtigsten. Eisen hilft uns bei Kräften zu bleiben und Ausdauer zu haben.

Was ist Eisen?

Eisen (lat. Ferrum) ist für unseren Körper ein lebenswichtiges Spurenelement. Eisen macht unseren Körper stark. Um leistungsfähig und gesund zu bleiben ist unser Körper darauf angewiesen, dass wir ihm regelmäßig (genügend) Eisen über die Nahrung zuführen.

Eisen ist wichtig für unser Blut

Das ist wichtig, denn Eisen ist Bestandteil des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin. Außerdem ist Eisen Bestandteil von Myoglobin (Muskelfarbstoff) und es gehört zu verschiedenen weiteren Enzymen.

Dabei hat Eisen sehr wichtige Funktionen für unseren Körper. So bindet es Sauerstoff im Blut und in der Muskulatur. Außerdem transportiert Eisen diesen wichtigen Sauerstoff auch zu den einzelnen Körperzellen. Und den Sauerstoff brauchen wir um lebensfähig und auch leistungsfähig zu sein und zu bleiben.

In jeder Sekunde produziert unser Körper zwei Millionen rote Blutkörperchen. Um das zu bewerkstelligen, wird schon etwa 70 Prozent unseres Tagesbedarfs an Eisen benötigt.

Zu schaffen machen kann uns nicht nur ein Eisenmangel, der uns müde und schlapp macht, sondern auch ein zu viel an Eisen (Eisenwerte zu hoch).

Eisen wird gespeichert

Unser Körper ist in der Lage drei bis fünf Gramm Eisen zu speichern. Es ist auch möglich zu viel Eisen im Blut zu haben (siehe Eisenwert zu hoch). Bei einem gesunden Menschen sollte dies aber nicht vorkommen.

Wie viel Eisen brauchen wir pro Tag?

Pro Tag benötigt unser Körper 1 bis 2 Milligramm Eisen, um den Verlust auszugleichen. Leider reicht es aber nicht, genau diese Menge über die Nahrung zuzuführen, denn Eisen lässt sich schlecht verwerten. Nur ein Zehntel der mit der Nahrung aufgenommenen Eisenmenge kann unser Körper auch über den Darm aufnehmen. Und das ist ein durchschnittlicher Wert. Wie gut die Verfügbarkeit ist, ist von Nahrungsmittel zu Nahrungsmittel unterschiedlich und kann auch noch durch andere Lebensmittel verändert werden. So gilt Kalzium (enthalten in Joghurt und Milch) als Eisenkiller (erschwert die Aufnahme von Eisen), während Vitamin C die Eisenaufnahme fördern kann. Weitere Eisenkiller sind Tee und Koffein. Siehe auch eisenreiche Lebensmittel. Siehe auch Wie viel Eisen brauchen wir.

Wie viel Eisen wir pro Tag brauchen ist leider nicht das gleiche, wie wir essen bzw. zuführen müssen.

Wie viel Eisen müssen wir Essen?

Um unseren Körper ausreichend mit Eisen zu versorgen, muss in etwa das zehnfache an Eisen über die Nahrung zugeführt werden. Für erwachsene Männer gilt als Richtwert 12 mg Eisen pro Tag, für Frauen sogar 18 mg. Es gibt auch Richtwerte, die von 10 mg Eisen für Männer und ältere Frauen sprechen und von 15 mg für Frauen, im gebärfähigem Alter. Für schwangere Frauen gilt hingegen ein Richtwert von 30 mg Eisen pro Tag, für Stillende Mütter von 20 mg. Sieh auch Eisenwert in der Schwangerschaft.

Eisen ist in vielen Lebensmitteln enthalten

Eisen ist in sehr vielen Lebensmitteln enthalten. Wir finden es nicht nur in Fleisch und Innereinen, sondern auch in Hülsenfrüchten, Gemüse, Brot und Getreide. Allerdings kann unser Körper Eisen aus tierischen Lebensmitteln besser aufnehmen als von Gemüse und Getreide.

Eisenmangel

Fehlt uns Eisen, dann sprechen wir von Eisenmangel. Eisenmangel hat sehr viele unterschiedliche Symptome (siehe auch Symptome Eisenmangel). Diese reichen von einer auffälligen Blässe über Müdigkeit bis hin zu Schluckbeschwerden und Magen-Darm-Problemen. Ob wir an einem Eisenmangel leiden, verrät auch ein Eisenmangel Test.

Aus Eisenmangel kann Blutarmut werden

Nicht immer, aber sehr häufig ist Eisenmangel auch die Ursache einer Blutarmut.
Der Mangel an rotem Blutfarbstoff (Hämoglobin) und roten Blutkörperchen (Erythrozyten) kann entstehen, wenn die Bildung gestört ist.
Weitere Ursachen für Blutarmut (Anämie) können sein:
Es gibt auch Erbkrankheiten bzw. genetische Veränderungen, die dazu führen können, dass die Bildung der Blutzellen gestört ist. Und auch andere Erkrankungen, auch länger anhaltende Entzündungen und Infektionen, können zu Blutarmut führen. Hier sollte aber eben nicht wahllos mit Eisenpräparate auf Symptome reagiert werden, eine vernünftige Diagnose durch einen Hausarzt ist dann Pflicht.

Eisenmangel-Anämie eine Form von Blutarmut

Die Eisenmangel-Anämie ist nur eine Form von Blutarmut. Diese wird verursacht, wenn unser Körper nicht ausreichend mit Eisen versorgt wird. Durch den Eisenmangel erhalten unsere Körperzellen nicht mehr genügend Sauerstoff, in der Folge funktionieren sie auch nicht mehr richtig.
Ob wirklich eine Eisenmangel-Anämie vorliegt, oder eine andere Erkrankung Ursache für die Anämie ist, sollte man aber unbedingt bei einem Arzt abklären lassen.

Spurenelement Eisen

Eisen ist nicht das einzige Spurenelement, das unser Körper benötigt, um gesund und funktionsfähig zu bleiben. Weitere wichtige Spurenelemente für uns sind: Chrom, Cobalt, Eisen, Jod, Kupfer, Mangan, Molybdän, Selen, Silicium und Zink. Siehe auch Vitalstoffe.

Siehe auch: Tipps gegen Eisenmangel