8 Tipps gegen Eisenmangel – was wirklich hilft

Immer mehr Menschen erhalten Eisenmangel als Diagnose. Manchmal wird wegen der vorliegenden Symptome auch ein Eisenmangel vermutet. Sie fühlen sich schlapp und als ob sie permanentem Schlafmangel anheimfallen würden – obwohl sie wie jeder andere im Durchschnitt acht, wenn nicht sogar zehn Stunden schlafen. Wirken sich die allfälligen Mangelerscheinungen besonders stark aus, reicht auch eine ruhige Minute der Entspannung - und Betroffene schlafen sofort ein. Obwohl sie in der Nacht zuvor eigentlich ausreichend Schlaf hatten. Siehe auch: Was ist Eisenmangel.

Damit jedoch nicht genug, Eisenmangel bringt noch viele weitere Symptome (Symptome für Eisenmangel) mit sich. Von extremer Blässe über regelmäßige Kreislaufbeschwerden bis hin zu düsteren Augenringen – die Bandbreite der möglichen Symptome und Anzeigen ist breit und vielfältig.

Tipps gegen Eisenmangel und zum Vorbeugen

Da schon ständig müde zu sein keineswegs ein akzeptabler Zustand ist, wird es Zeit für ein paar Tipps, die auch wirklich dagegen helfen.

1. Nicht auf falsche Tipps reinfallen

Kluge Tipps, die gegen Eisenmangel helfen sollen, gibt es zu Unmengen. Ein Nagel, der in einen Apfel gesteckt werden soll. Oder eine große Portion Spinat am Tag. Es ist immer wichtig sich ausgewogen und gesund zu ernähren und sicherlich ist Spinat hier eine gute Wahl. Allerdings hat Spinat nicht so viel mehr an Eisen, dass man damit einen bereits bestehenden Eisenmangel ausgleichen könnte. Mit gesunder Ernährung kann einem Eisenmangel vorgebeugt werden, ein bestehender aber kaum beseitigt.

2. Eisenpräparate nicht wahllos kaufen

Es gibt Eisen Präparate, die vom Arzt verschrieben werden und auch solche, die man rezeptfrei in einer Apotheke oder auch in gut sortierten Drogerien erhält. Da Eisenmangel keine Erkrankung ist, die einschichtig funktioniert, sollte man sich besser nicht eigenmächtig durch den Markt probieren.

Oft kommt es zum Beispiel zu Begleiterscheinungen, wie etwa eine aus dem Mangel resultierende Blutarmut. Um möglichst effizient dagegen vorzugehen, werden die Präparate mit den verschiedensten Zusatzstoffen versetzt. In einer umfassenden Gesundheitsabklärung kann festgestellt werden, was genau der Körper braucht, um wieder gesund zu werden.

Natürlich gibt es auch Eisenmangel, der auf einseitige oder falsche Ernährung zurückzuführen ist. Dies sollte aber ebenfalls vorab mit dem Hausarzt geklärt werden.

3. Präparate stets auf nüchternen Magen einnehmen

Damit das Eisen am besten wirkt und der Körper es vollständig für sich nutzen kann, sollte das Präparat täglich frühmorgens auf den nüchternen Magen eingenommen werden. Wer keinen Saft dazu nutzt, sondern Tabletten hat, nimmt sie mit etwas Flüssigkeit zu sich – am besten eignen sich Wasser oder Orangensaft. Von koffeinhaltigen Getränken sowie fetthaltiger Milch ist dabei unbedingt abzusehen, das sorgt in der Kombination oft für Übelkeit.

Wer trotzdem darunter leidet, dass ihm kurz nach der Einnahme etwas mulmig zumute wird, der bereitet sich am besten ein Frühstück in flüssiger Form zu, wie beispielsweise einen Smoothie, und nimmt ihn nur langsam und schluckweise zu sich. Orangensaft mit Schmelzflocken darin (eine Art wasserlösliche Haferflocke) ist ebenfalls schnell zubereitet und als Zwischenmahlzeit zum Eisenpräparat bestens geeignet.

Eine Bekannte von mir, stellt sich tatsächlich den Wecker auf 4 Uhr morgens, um dann ihr Eisenpräparat zu nehmen. Ganz so extrem sollte man aber nicht vorgehen, schließlich kann auch diese Art von Vorgehen zu Müdigkeit führen.


4. Achtung mit weiteren Präparaten

Nahrungsergänzungsmittel, wie etwa Magnesium, können die Eisenzufuhr behindern, da sie schnell für eine Wechselwirkung sorgen und sich die beiden Präparate gegenseitig aufzuheben beginnen. Das gilt auch für Kalzium und alle weiteren Mineralstoffe.
Eine zeitversetzte Einnahme um zumindest 4 Stunden ist daher dringend zu empfehlen.

5. Lebensmittel, die schlecht bei Eisenmangel sind

Neben gewissen Mineralien gibt es auch verschiedene Lebensmittel, welche die Eisenaufnahme behindern werden. Reis, Getreide, Spinat, Rhabarber, Soja, Kaffee und auch Pudding sollten daher nur in Maßen konsumiert werden. Gerade Kalziumhaltige Lebensmittel (wie eben Milch) behindern die Aufnahme von Eisen durch den Körper ebenfalls.

6. Durch Vitamin C den Effekt der Aufnahme steigern

Auf der anderen Seite gibt es natürlich noch den kleinen Superheld Vitamin C. Da es den Effekt der Aufnahme von Eisenpräparaten extrem verstärken kann, ist auch ein Glas Orangensaft dazu überhaupt erst so empfehlenswert. Aber auch den Tag über darf der Vitaminhaushalt gerne etwas mehr aufgebaut werden – von Zitronensaft im Tee bis hin zu Orangen, die als Dessert nach dem Mittagessen dienen, ist alles erlaubt, was schmeckt.

7. Getränke gegen Mangelerscheinungen im Alltag integrieren

Sie sind nicht nur gesund und helfen gegen Eisenmangel, sie sind auch überraschend schmackhaft (eisenhaltige Säfte). Rote Säfte aus Kirschen, Rote-Beete, Granatäpfel, Trauben und verschiedenen Beeren stehen hierfür ganz hoch im Kurs. Besonders Vegetarier und Veganer, die an einer solchen Mangelerscheinung leiden, sollten hiervon regelmäßig Gebrauch machen. Wie oben unter Punkt 1 geschrieben: Gleich wie rot diese Säfte sind, sie helfen einen Mangel vorzubeugen, nicht aber ihn zu beseitigen. Dennoch können sie natürlich gerne zusätzlich zu Eisenpräparaten genommen werden. So gewöhnen wir uns an den Extra-Eisenhaltigen Trank für die Zeit nach der Eisenkur.

Aber auch frisch gepresste Gemüsesäfte wie Karottensaft mit einem Schuss Orangensaft sind gute Quellen für ein Extra an Eisen. Und auch wenn der Nagel im Apfel nicht wirklich hilft Eisenmangel zu heilen, ein frischgepresster Apfelsaft enthält neben dem wichtigem Vitamin C eben auch Eisen und viele Mineralien und Spurenelement (Vitalstoffe), die helfen gesund zu bleiben.
Eisenreiche Lebensmittel

8. Kräuter, die einem Eisenmangel vorbeugen

Zu guter Letzt gibt es noch eine angenehme Auswahl an verschiedenen Kräutern, die beim Kampf gegen einen entstehenden Eisenmangel helfen. Als wichtigstes Kraut gilt die Brennnessel, die entweder zu einem Tee verarbeitet oder auch als Tinktur gegen Mangelerscheinungen hilft. Und dann wären da noch Löwenzahn, Petersilie, Schnittlauch und Kresse. Eine perfekte Beigabe in Salten und Beilagen, wie etwa Kartoffeln oder Dressings.

Große Wunder sollte man aber gerade von einem Brennesseltee nicht erwarten, schließlich ist die Menge an Brennessel im Tee dann doch überschaubar.

Fazit: Tipps gegen Eisenmangel

Vermutet man einen Eisenmangel, dann sollte man beim Hausarzt einen Bluttest machen lassen. Liegt eine Diagnose vor, sollte man dem ärztlichen Rat vertrauen und das empfohlene Eisenpräparat nehmen. Zusätzlich helfen Obst und Gemüse und vor allem auch rote Obstsäfte aber auch gesunde Gemüsesäfte dem Körper auf gesunde und natürliche Art und Weise Eisen zuzuführen. Diese gesunden Säfte, kombiniert mit guten eisenhaltigen Kräutern, helfen dann auch ohne Eisenpräparate den Eisenhaushalt im Gleichgewicht zu halten.